ein schöner abend

ein schöner abend

in einer lauen sommernacht,
als ich an seiner seite lag,
da habe ich leise ihn gefragt,
ob er noch ‚was vom kuchen mag.

er sah mich an und sagte: „ja,
das fänd ich lieb von dir.“
ich gab ihm, was noch übrig war,
und nahm mir selbst ein bier.

„ach, gib mir auch was“, bat er mich,
„ich leide schrecklich durst.“
doch ich verstand die worte nicht
und reichte ihm die wurst.

„heissa, was gibst du mir denn?“,
rief er auf mein geschenk.
ich sagte: „ach, bin ich plemmplemm?“,
und gab ihm das getränk.

so teilten wir uns denn ein bier
in jener lauen sommernacht.
und wurst und kuchen aßen wir
ach, hat das spaß gemacht.

(c) 2005

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RETTET DEN RECHTSCHREIBFEHLER!

Aufgepasst:

Kam mir doch neulich einer mit dem spießigen Unfug daher, dass ich auf Social Media mehr auf meine Rechtschreibung achten soll.

Da kann ich mittlerweile nur eins zu sagen: Ich lasse den anderen den Vortritt! Wenn die anfangen etwas mehr auf ihre Gedanken zu achten, dann werde ich auch irgendwann anfangen mir um die Orthograpie mehr Gedanken zu machen – aber bis dahin soll erst mal der Inhalt geübt werden, der nämlich mit der achso richtigen Form auch nichts taugt!!!!

Mich nervt es in Foren zunehmend, wenn ich beobachte, dass Menschen in diesen sozialen Netzwerken andere Menschen wegen vermeintlicher Rechtschreibfehler anmachen. Und ich rede hier wirklich von „blöd anmachen“, denn wirklich freundlich und wohlmeinend formuliert sind diese Hinweise selten.

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Meistens fängt einer mit der Rechtschreib-Keule an, wenn ihm die Argumente ausgehen, habe ich beobachtet. Dann wird das Gegängel an Schreibfehlern nur dazu eingesetzt um die Laune zu vermiesen und ein Ressentiment gegen den anderen zu kreeieren. Das ist eine Unsitte, die sich durch die sozialen Netzwerke zieht.

Noch dazu geht es mir so, dass ich durchaus auch auf Rechtschreibung achte, wenn ich dafür bezahlt werde vor allem, wenn ich dafür bezahlt werde. Und an den Stellen gibts dann auch nichts auzusetzen, zumal eh ein Lektor drüberguckt und die wollen ja schießlich auch von was leben!

Aber in Gruppen und Foren würde ich das nie jemandem vorhalten, weil ich seinen Bildungshintergrund nicht kenne und auch nicht weiß, ob es sich eventuell um einen Legastheniker handelt. Ich kann nun mal von einem Hauptschüler in Punkto Orthographie nicht so viel fordern, aber wenn die Schönheit seiner Gedanken mich erreicht, dann sind mir doch die Formfehler schnuppe.

Ich kann mir doch auch denken, wenn jemand sehr simpel schreibt, dass es sich um jemanden mit einer Behinderung handeln könnte oder um jemanden, der vielleicht nie die Chance hatte auf ein Gymnasium zu gehen. Da kann ich demjenigen doch keinen Strick draus drehen und mich in Social Media Gruppen auf ihn stürzen, noch dazu ohne seine Argumente zuerst mal zu versuchen nachzuvollziehen.

Klar, manche texten fragwürdiges Gedankengut und die Schreibung ist ein Deasaster, wenn ich aber an manche Foren denke, in denen sich achso intellektuell dünkende Hobby-Despoten aufhalten und faschistioden Irrsinn in vollendeter Form posten, dann finde ich das noch schlimmer, weil sowas sich dann auch noch in den Hirnen ihrer Jünger als „intelligent“ verschraubt.

Wer gegen die Regeln die Orthographie verstößt, verstößt gegen menschengemachtes Regelwerk, wer dagegen falsch denkt, der zerstört den ganzen Planeten, wenn ihm nur einer zu viel diesen Wahnsinn auch noch abkauft!

Also! Free your ass and your mind will follow!

Und nochwas: Goethe hat auch auf Orthographie gepfiffen. Mehrfach belegt!

Hochachtungsvollst, Eure Ingeborg

Der Anfang einer großen Karriere als Comedystar (Teil 2)

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Wie Ihr alle aus meinem letzten Blogbeitrag wisst war ich nicht immer so witzig und cool drauf, wie ich es heute bin. Auch ich war früher langweilig und witzlos, so wie Ihr. Nachdem sich das aber in letzter Zeit so drastisch geändert hat, habe ich hier ein Programm geschrieben, dass ich schon bald für die ganze Familie und meine Kollegen auf Parties, Familenfeiern und Betriebsfesten zum besten geben werde. Schnallt Euch an! Mario Barth – zieh dich warm an, hier kommt Ingeborg!

Achtung Scherzinfarkt!

Neulich war ich einkaufen. Das klingt an sich schon lustig, wird es aber umso mehr, wenn man weiß, dass ich dies in einem ganz normalen Supermarkt tat. So ein von Natur aus grundhumoriger Mensch wie ich kann da nämlich wahnsinnig lustige Sachen erleben. Das fing schon an, als ich den Konsumtempel betrat, denn ich hatte doch glatt vergessen, mir meine Schuhe zuzubinden und stolperte auf witzige Weise in die Gemüseabteilung.

„Oha“, dachte ich, „das fängt ja gut an.“ Natürlich standen schon einige Rentner am grünen Büffet und betatschten wie weiland Mrs. Robinson sämtliche Auslagen, um ihre Reife zu prüfen. Witzig, wie ich nun einmal bin, stellte ich mich daneben und zermatschte parodierender Weise ein paar Bananen, wofür ich ein paar spießige Wortmeldungen, Marke: „Aber sonst geht’s noch?“, erntete. Das war aber erst der Anfang. Ich ging hinüber in die Biokostabteilung, die in jedem normalen Supermarkt vorhanden ist.

Dort wartete schon ein total urig aussehender Körnerfresser in Jesuslatschen, der einer Verkäuferin erklärte, dass bei der Stellung der Regale das Chi ziemliche Schwierigkeiten hätte, halbwegs geordnet durch die wahnsinnig witzigen Einkaufsdingens zu fließen. Zu humoriger Hochform lief der gute Mann aber erst auf, als ich begann, vor seinen Augen ein paar mitgebrachte Babybananen zu zerquetschen.

„Hey“, sagte der realistische Klischeeeso, „das ist nicht nett. Bananen sind auch nur Menschen und haben ein Recht darauf, mit Respekt behandelt zu werden.“ Ich lag vor Lachen am Boden. Der Typ war der Brüller schlechthin, wenn man mal von den Kleingeld suchenden Rentnern an der Kasse absieht, die später noch ganz bestimmt kommen würden. Zunächst jedoch führte mich mein Weg kriechender Weise in die Hygieneartikelabteilung, zu Tampons, Damenbinden und anderen Lachanfallgaranten. Auch dort befanden sich Menschen, die ich gleich einmal in ein humoriges Gespräch über Kleingeld suchende Rentner an der Supermarktkasse verwickelte. Wobei es fast noch komischer und verrückter gewesen wäre, wenn ich – mal wieder – keinen Euro für den Einkaufswagen gehabt hätte.

Als ich schließlich noch ein paar zermatschte Bananen hervor zauberte war kein Halten mehr. Die Menge brüllte und zwar nach dem Fachpersonal, was sich aber natürlich nicht blicken ließ, denn jeder weiß, dass so ein Supermarkt ein Dschungel ist, in dem jeder für sich alleine kämpft, besonders urige Satireautoren wie unsereins, die aber auch dankbar dafür sind, denn sonst würden sie wie jeder normale Mensch da einfach nur einkaufen, anstatt fortwährend so unglaublich wahnsinnig witzige Abenteuer zu erleben. Als ich endlich genug Worte zusammen hatte, um die Frauenzeugs-Episode zu beenden, ging ich zur Kasse, legte ein paar Bananen und eine Sechserpack ausgelaugter Witze auf das Band und harrte der Dinge.

Vor mir stand wieder so ein Rentner, der, wie sollte es anders sein, nach Kleingeld suchte, um auch ja passend bezahlen zu können, obwohl doch jeder gesunde Mensch weiß, dass die nur nichts Besseres zu tun haben. Warum zum Geier müssen die auch immer um 10 Uhr vormittags in den Supermarkt gehen und schwer arbeitende Humorgiganten wie unsereins mit ihrer Kleingeldsucherei belästigen?

Das ist doch irgendwann nicht mehr witzig. Das dauerte bestimmt drei Stunden und zu jeder Münze konnte der Mann eine Geschichte erzählen, so wie Opa Simpson in der einen Folge, in der er an der Supermarktkasse steht, nach Kleingeld sucht und zu jeder Münze eine Geschichte erzählt. Ich überlegte, ob ich nicht das nächste Mal ein Tonbandgerät mitnehmen sollte, um das Geschwafel aufzunehmen und später ein humoriges Buch im Kishon-Stil draus zu basteln oder einen Endlosroman für die Titanic zu fabrizieren.

„Rentner, die an der Kasse nach Kleingeld suchen“ – ein toller und schlagkräftiger Titel, fand ich. So frisch und unverbraucht und doch hat schon ein jeder sich einmal über Kleingeld suchende Rentner an der Supermarktkasse aufgeregt und sich gewünscht, es möge endlich einmal jemand einen bissig-satirischen Text über Kleingeld suchende Rentner an der Supermarktkasse schreiben, denn das gab es noch nicht und witzig ist das sowieso. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Kleingeld suchende Rentner an der Supermarktkasse.

Doch wie ich noch so meinen unverbrauchten und sich niemals wiederholenden Gedanken nachhing, war der Kleingeld suchende Rentner vor mir auch schon fertig mit dem Kleingeld suchen und suchte das Weite, sehr wahrscheinlich aus Inkontinenzproblemen oder weil ich ihn ganz unbewusst mit zermatschten Bananen beworfen hatte. Das bot mir die Gelegenheit zur Kassiererin vorzurücken und einen längst überfälligen All-Inclusive-Ausländerrandgruppensexwitz zu machen, Marke: „Kommt ’nen schwuler Schlitzaugenrabbi in ’nen polnischen Puff“.

Die Frau lachte natürlich nicht, denn sie kam allen Anschein nach aus Polen und asiatisch, jüdisch und schwul war sie auch. Aber mir altem Toleranzbollwerk war das egal. Ich hatte mein Soll erfüllt und genug witzige Sachen erlebt, um einen neuen, unverbrauchten Text über total witzige Einkaufserlebnisse zu schreiben. Nur bezahlt habe ich nicht, denn einen Text über total crazy seiende Erlebnisse mit der Staatsgewalt wollte ich, innovativ wie ich nun einmal bin, auch noch schreiben.

Na, da staunt Ihr was?

Die politische Telenovela in der Deutschen Demokratischen Republik

Ausgangspunkt:

In einem Heftchen über die alten Mosaik-Comics des Ostens war zu lesen, dass in den Abrafaxe-Heften (entsprechen etwa dem westdeutschen „Fix und Foxi“) metasprachlich verschlüsselte Kritik am Regime der DDR zu finden wäre. Ich blieb ungläubig und fand nun wirklich kaum Beweise dafür – auch nach intensiver Lektüre und selbst meine
Freunde aus dem Osten, die mit Mosaik und Frösi (Fröhlich Singen und Spielen)
aufgewachsen sind, mussten mit dem Kopf schütteln. So.

Zu Beginn der 80iger Jahre stieß eine bis dato nur einem ausgewählten
studentischen Publikum bekannte Figur zum Ensemble des Mosaiks, die,
gleichwohl niemals dafür konzipiert, in den folgenden Wochen und Monaten zu
dem zeichnerischen Medium systemkritischer Überzeugungen der Redaktion um
LotharD. avancieren sollte, und gleichsam ihre Geschichte zur Mutter
aller politischen Telenovelas. Ihr Name: Knödel-Fanny.

Schon die Jahre zuvor waren geprägt von einer wachsenden Unzufriedenheit
innerhalb der Mosaik-Redaktion über die bestehenden Verhältnisse in der
Deutschen Demokratischen Republik. Insbesondere der repressive Naturschutz
des selbsternannten Arbeiter- und Bauernstaates ließ nicht wenige daran
zweifeln, ob für den Sozialismus deutscher Prägung noch eine Zukunft
bestünde. Dennoch wurde die offene Konfrontation vermieden, nicht zuletzt
aus der Angst heraus, selbst zum Opfer der staatlichen Verfolgung zu werden
und wie Wolf Biermann oder Nina Hagen eine Karriere als Witzfigur im Westen
starten zu müssen.

Vielmehr entwickelten die Künstler eine vielschichtige Formen- und
Bildersprache, um quasi durch die Hintertür ihre politischen Botschaften an
den Mann zu bringen. Eindringlichstes Beispiel hier ist die zu historischer
Berühmtheit gebrachte Verwendung der Farbe „Helllichtockergelb“, eben jener politisch
brisanten Farbe, die in der ehemaligen DDR erstens unbekannt, zweitens
verboten und drittens gar nicht erhältlich war. Was sich auf dem ersten
Blick der Deutung und somit der Zensur entzog, entwickelte erst bei näherer
Betrachtung seine Wirkung, zum Beispiel auch durch die ostentative
Verwendung von atypisch runden Kreisen in den Sonderheften zu den
Weihnachtsfeiern in Helsinki 78 und Muttis Geburtstag 79.

Doch erst mit Einführung der Knödel-Fanny im Anschluss an die
Österreich-Ungarn-Serie der Abrafaxe, vielleicht auch motiviert durch den
erneuten Geburtstag von Mutti im Jahre 1980, wurde aus dem stets sanften
Winken mit dem Gartenzaun, das die politische Agitation des Mosaiks bestimmt
hatte, offene, auf Konfrontation ausgerichtete Propaganda. „Kein Blatt mehr
vorm Mund“, so hatte es die Chefredaktion auf Muttis Geburtstagsfeier
formuliert.

Und nichts war der Figur der Fanny ferner, als nur irgendwie anders als
gerade heraus das zu sagen, was sie respektive ihre Texter dachten und woran
sie glaubten. Wo immer möglich, wo immer angebracht, ob
Parteitagsbeschlüsse, ob Synthesizermusik oder Dirk Michaelis, auf einmal
redete man Klartext, sprach aus, was manch anderer nicht einmal zu denken im
Stande war. Zu sich selbst stehen, ganz sich selbst sein, sich nicht
verbiegen lassen und für das einstehen, was wahr und richtig ist, gleich,
welche persönlichen Konsequenzen das haben mochte, das waren die neuen
Ideale, die mit Fanny in die Hefte und gleichsam die Köpfe der Leser Einzug
hielten. Die Folgen sind bekannt. Unter Historikern mag es strittig sein, ob
nun der Zusammenbruch des Ostblocks tatsächlich ursächlich auf diesen
mutigen Schritt, auf diese zierliche Alpenländerin mit dem Wahlspruch „Marx
ist tot, esst doch noch einen Knödel“ zurück zu führen sei, doch eines ist
sicher: Ohne sie sähe die Welt anders aus. Unvergessen sind daher die Worte
von Papst Johannes Paul II zum zehnten Jahrestag der Befreiung von Rosi, der
sprechenden Wundersau aus russischer Kriegsgefangenschaft: „Ohne Fanny sähe
die Welt anders aus.“

Und heute? Heute führen andere ihren Kampf weiter, so wie die Laura Mahler
alias Henriette Richter Röhl im gesamtdeutschen Remake „Sturm der Liebe.“
Die politische Telenovela – ohne Fanny undenkbar.

Wie schon ihr großes historisches Vorbild ist Laura eine Frau aus dem Volk,
eine, die kochen und ihren Mund benutzen kann. Nur ist ihre Welt eine
andere, ihre Gegner haben das Gesicht verloren, scheinen unsichtbar. Die
einfache, übersichtliche Welt des feudalen Elends, in der Fanny agierte, hat
sich gewandelt zu einem globalisierten Moloch, in dem Urananreicherung, Al
Quaida und immer wieder Nina Hagen ihr Unwesen treiben. Dem etwas entgegen
zu setzen, bedarf mehr als nur der Erkenntnis der Hinfälligkeit
marxistischer Philosophie. Gut denkbar, dass Knödel-Fanny in dieser Welt, in
der Welt Laura Mahlers zum Scheitern verurteilt wäre, aber eines ist gewiss:
Sie hätte niemals aufgegeben, kohlenhydratgewordene Liebe in Knödelform
unters Volk zu verteilen!

So muss es auch als eine bewusste Hommage verstanden werden, wenn Laura in
Folge 31 zur aus verzweifelter Liebe Blindheit vortäuschenden Hotelerbin
Katharina sagt: „Guten Morgen.“ Und Katharina? Diese Mensch und Fleisch
gewordene Allegorie auf das zweite Gesetz der Thermodynamik, was weiß sie
mehr zu bringen als eine schlichte, nur zu durchschaubare, sie in all ihrer
Neoliberalität entlarvende Replik: „Auch dir einen guten Morgen.“

Wer fühlt sich da nicht erinnert an jenes denkwürdige „Guten Morgen“ Erich
Honeckers am 18. April 1984, fast genau zehn Jahre nachdem Abba den Grand
Prix de la Chanson de la Eurovision mit dem bezeichnenden Titel „Waterloo“
gewann? Sicherlich niemand, und das ist eben der große Verdienst der
früheren Mosaik-Redaktion, von Knödel-Fanny und ihren Nachfolgerinnen, mögen
sie nun Laura, Julia, Lisa oder Horstbert, Klofrau aus Leidenschaft, heißen.

So kann man die Abrafaxe vielleicht heute aus historischer Sicht mit ähnlich
systemkritischen und widerständlerischen Aufruhr-Magazinen wie den
?Schlümpfen? vergleichen, die mit schonungsloser Provokation die
kapitalistischen Zustände im Westen offenlegten und damit Generationen zum
Umdenken zwangen! Auch die polarisierende Kraft von „Bussi Bär und Bello“
zeigt, dass es sich bei diesem, als harmloses Kinderheftchen getarnten
politischen Magazin in Wahrheit vermutlich eher um ein scharf
medienkritsiches Satireblatt handelt!
Das System, und es ist immer das System, muss zwangsläufig scheitern,
solange es Figuren wie diese gibt.

pferde sind mir wurst, wenn ich sogar salami.


ein pferd das nicht fährt, mach gar nichts verkehrt,

ein auto hingegen soll sich fahrend bewegen,

denn ein auto das trabt,

ist als auto nicht begabt!


(c) 2009 ingeborg fachmann, deutsche gnoseologin

das glück dieser erde,
liegt auf dem rücken, ihr pferde!
nun helft ihm doch endlich mal auf die beine,
und lasst’s nicht da liegen und zappeln, ihr schweine
(c) 2009 ingeborg fachmann, deutsche tiefsinntaucherin

Transzendental-Anatomie für Fortgeschrittene

Da oben auf dem Kopfe

gleich hinter seiner Stirn

glaubt mancher schon er habe

ein richtiges Gehirn

in Wahrheit aber jedoch ist

genau an dieser Stelle

die Schädelhaut letztendlich nur

eines Hohlsraums Pelle!


Manch einer fühlt nem andren sich

wohl nicht so recht gewachsen

und glaub mir, das liegt sicher nicht

an seinen kürz’ren Haxen!

 

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Pferd und Pony in der Postmoderne

Die postmoderne Kunst – Aufoktroyierte Ideale, Aussagen und Sinngehalt, letztlich in die Tiefe geadelte Klischees, Wahnsinn einer um die Affekte der sich derer unverdächtig haltenden bemühten Klieentel, die aus allem und jedem einen Gedanken entweichen sieht, sofern nur das Etikett den rechten Titel trägt – recht beliebig -, sofern nur unverständlich und missverständlich genug.

Die postmoderne Kunst: Negation der Intuition. Umweg und Ausfall zugleich. Überhebung und Transzendierung des Banalen. Allegorie dessen, was Essenz vermissen lässt, schmerzlich vermissen lässt. Doch in seiner Beliebigkeit, in seinen symbolhaften Gedankenzwängen, seiner Provokationsdoktrin, überlebte sich seine Funktion alsbald. Und bloße Funktion, das war und ist es. Eine Implementation eines simplen Algorithmus, den inwändig wähnenden Menschen außerhalb der Kunst als deterministischen Automaten, behavoristisch gedeutet, mit Alltag fütternd, um die ebenso alltägliche Provokation als Endzustand zu realisieren.

Das Medium ist Typus und Funktionsträger, dessen einziges, ihn kennzeichnendes Merkmal das der Ersetzbarkeit ist. Das Resultat in den Köpfen der Betrachtenden, das Denken – einzig das gilt. Die Loslösung von Träger, Botschaft und Kanal im Namen der postmodernen Kunst und gleichsam als ihr Untergang als Schaffende war die Konsequenz.

Und doch blieb der Provozierende stets in den von ihm tagtäglich herausgeforderten Kategorien verhaftet. Der Schaffende als Mensch negierte wiederum im doppelten Sinne dessen, was er im Angesicht der Anderen überdrüßig zu sein verlautbarte, die Basis seiner Werke – immer noch seiner Werke, mit Namen und Titel versehen – und gebar damit unbewusst und doch schuldhaft jenen Mythos des Banalen, der heute der Kunst synonym geht.
Das Medium gilt nichts mehr, so wenig wie das Denken mehr gilt als reine Form bar jeden Inhalts.

Man sträubt sich, wehrt sich in seiner zutiefst reaktionären Progressivität, die das Neue in konservativen Normen sucht. Einen Schritt vor und zwei zurück. Der letzte Schritt, die Auflösung des dem schlichten Dasein der Postmoderne immanenten Urkonflikts, wird nicht vollzogen, wird nicht einmal annähernd erreicht.

Bloße Funktion ohne Medium, ohne Träger, ohne Ziel als die bloße Form, was die postmoderne Kunst versprach, was es nicht halten konnte, erst jetzt findet es seine Existenz und Verwirklichung, manifest im Pferde-Bild!

Das Pferde-Bild überschreitet im Profanen verankert die Grenzen der Kategorien. Weder Raum, noch Zeit, noch Position. Provokation? Gewiss! Transzendenz der unterirdischen Art. Übergöttlich und dem Sein vorangestellt. Das Pferde-Bild, erst in ihm finden Nichts und Unendlichkeit, der Menschen ärgste Feinde, ihren unverblümten Eingang in die eigentliche postmoderne Kunst.

Ästhetik und Gebrauch verlieren ihren Sinn. Es nützt zu nichts. Es ist sowohl als auch, Vertreter aller Extreme, unbestimmt und somit alles und doch nichts. Im Angesicht des Pferde-Bilds findet der Mensch seinen Meister – Kunst, die ihn beherrscht und überlebt. Noch vor der Ewigkeit, noch vor dem Sein an sich und jedem Strohhalm ist es und ist nicht, unbarmherzigstes Zeugnis menschlicher Nichtigkeit.

Überall und nirgends, Oxymoron und Vereinigung der Gegensätze ohne Auflösung, ohne Erlösung, das ist das Pferde-Bild. Nicht fassbar und somit die hyperewige Provokation. Alles bricht daran und übrig bleibt die Unendlichkeit des Nichts, ein Gedanke der nicht gedacht werden kann und doch gedacht werden muss, ist ein sich Entziehen doch unmöglich im absoluten Sinne. Kein Ausweg. Keine Antwort. Zwang und nochmals Zwang. Pure Macht, die sich über das Sein erhebt und einzig geht, denn wo nichts ist, kann niemand sein. Nur ein Pferd. Oder ein Pony.

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Hier einige Beispiele der talentierten Ausnahme-Künstlerin Croucholina Toad, Gründungsmitglied der  weltberühmten, superangesagten und wohl jedermann hier wohlbekannten Band „Puppetmastaz“, nebst einem Kommentar der selbigen:

this is a very very critical view to the point that many young girls think the hole day about their body shape. This horse has some figure problems, as you can see, but enjoys the nature and the sun! think about it! this painting is also an critical response to modern art as we find in in guggenheimmuseum, and the astonishing fact, Picasso, Paul Klee, or Joseph Beuys never cared about these things!
this is a very very critical view to the point that many young girls think the hole day about their body shape. This horse has some figure problems, as you can see, but enjoys the nature and the sun! think about it! this painting is also an critical response to modern art as we find in in guggenheimmuseum, and the astonishing fact, Picasso, Paul Klee, or Joseph Beuys never cared about these things!
This Picture shows us the sense of peace and beauty and a quiet solitude,  and, on the other hand croucholinas painting
This Picture shows us the sense of peace and beauty and a quiet solitude,
and, on the other hand croucholinas painting „Horse Hugo“ represents the
metaphysical principles corresponding to the various levels of the horses
participation in the divine.
Her work consistently balances the dual purposes of visually
powerful imagery and intellectually critical analysis.
Particularily in this work, croucholina has picked up on one of the
leitmotifs of her artistic career:
An investigation into the relationships between mythology, modern sciences and horses.
  This painting is a burst of image-making energy, of pictorial exuberance, but it is something more than just a horse-painting, and that something more is its quiet guarantee. This work is finally about the integration of hieratic stillness and tumultuous energies into a living whole. It is beautiful, not a lesson but a Vision.

This painting is a burst of image-making energy, of pictorial exuberance, but it is something more than just a horse-painting, and that something more is its quiet guarantee. This work is finally about the integration of hieratic stillness and tumultuous energies into a living whole. It is beautiful, not a lesson but a Vision.

 

 Viele von Euch wissen, dass ich nicht nur Philosophin, Topmodel, Sängerin und Tänzerin bin, nein ich bin halt auch Künstlerin.
Seit vielen Jahren bereits male ich Pferdebilder und diese Pferdebilder habe ich bis heute noch nicht ausgestellt, obwohl ich der Ansicht bin, dass ich damit auf dem Kunstmarkt eine Lücke fülle.

Ich war nämlich vor 3 Jahren im Guggenheimmuseum in New York und da hing – haltet Euch fest, ihr werdet es kaum glauben– nicht ein einziges Pferdebild! Nicht eins! Also jedenfalls keins, wo ein Pferd eindeutig drauf zu erkennen gewesen wäre. Angesichts der Beliebtheit von Pferdepostern hätte man doch meinen können, das ganze Museum ist voller Pferdeölbilder! Aber, nee – Pustekuchen!

Das heißt, dass keiner dieser ganzen berühmten Maler, weder Picasso noch Rembrandt, Beuys oder Kaspar David Friedrich und wie die alle heißen je Pferdebilder gemalt hat, obwohl es nun wirklich kein Geheimnis ist, dass Pferdegesichter ja wohl jeder mag. Zumindest alle Mädchen in einem Alter ab 12 Jahren. Als Poster kosten die oft nur 5 Euro, und jetzt stellt Euch mal vor, was Rembrandt verdient hätte, wenn der anstatt Schalen und Obst und Büschen nur Pferde gemalt hätte?

Der hätte ja für jedes verkaufte Bild locker das Doppelte bekommen, wegen der ganzen Arbeit die so ein Ölbild macht. Und wenn alle Mädchen ab 12 dann ein Pferdeportrait von Rembrandt in ihrem Zimmer gehabt hätten, dann wäre der viel schneller reich geworden. Viele Künstler mussten ja früher am Hungertuch nagen und wurden erst später berühmt. Dass mir das auch passiert, will ich ja nicht hoffen!

Und nun erklärt sich auch die Kunstverdrossenheit unserer heutigen Jugend. Wenn die heute mit dem Lehrer ins Museum gehen, was hängt denn dann da? Mmmnh? Genau? Nicht ein einziges Pferdebild oder nur Gemälde von Leuten die längst tot sind. Mona Lise und wie die alle heißen.

Aber nicht ein Ölgemälde von Justin Bieber oder mmmh, naja, also wen könnten wir da nennen, ja, nicht mal ein Bild von Snoop Doggy Dog oder Robby Williams und so. Dabei sind die ja mindestens genauso berühmt wie Mona Lisa. Inzwischen zumindest. Und Kunst sollte doch mit der Zeit gehen.

Ich bin jedenfalls überzeugt, dass ich daher mit meinen Pferdebildern keine schlechten Chancen habe im Guggenheimmuseum doch genommen zu werden. Die haben vielleicht nur übersehen, dass Pferdebilder noch fehlen, darum werde ich sie einfach mal schriftlich daran erinnern und dann hängen die die wohl bestimmt aus und sind dankbar für den Hinweis. Naja, schon lustig manchmal, auf die naheliegensten Dinge kommt wieder keiner.

Wenn man nicht alles alleine macht:
Croucholina